Frequently Asked Questions

 

1. Was ist das MENSCH-Programm?

Durch das MENSCH – Programm werden
förderungsbedürftige Jugendliche über 16 Monate hinweg 1:1
durch Mentoren und Mentorinnen aus dem Berufsleben aktiv und nachhaltig
unterstützt. Die Begleitung beginnt Anfang der 8.Klasse und reicht bis zum Ende
des ersten Halbjahres der 9. und damit letzten Klasse für viele dieser Schüler.

 

2. Welche Partner stehen hinter MENSCH?

Das Mentoringprogramm „Mensch – Mentoring
für Schüler“ ist ein Projekt von Jumpers – Jugend mit Perspektive e.V. in
Kooperation mit Schulen und regionalen Unternehmen, sowie Stiftungen.

 

3. Wer profitiert von dem Programm?

Der Mentee wird persönlich und individuell
über 16 Monate begleitet und gefördert. Davon profitiert aber auch ein
künftiger Arbeitgeber, der einen
gereiften und in der Persönlichkeit gestärkten Schüler aus dem MENSCH-Programm
zur Ausbildung bekommt. Der Mentor darf – neben manchem Stress und Frust –
wertvolle Momente erleben und wird durch die Begegnung und Begleitung selbst
herausgefordert, über wichtige Fragen neu nachzudenken. Natürlich profitieren
aber auch Lehrer und Eltern, die in ihrem Erziehungs- und Lehrauftrag
Unterstützung erfahren. Schließlich kommt es der gesamten Gesellschaft zugute,
wenn sich Partnerschaften zwischen jungen und älteren Menschen bilden, die
füreinander und miteinander unterwegs sind.

 

4. Welche Programmteile stecken hinter MENSCH?

WORKSHOPS

Die Mentees durchlaufen mehrere Workshops,
die von Jumpers e.V. monatlich durchgeführt werden, u.a.

  • Fähigkeitsworkshop: Dieser Workshop ist sehr motivierend, denn er
    baut nicht auf den Schwächen, sondern auf den Stärken der Mentees auf. Durch
    validierte Tests bekommt der Mentee einen guten Überblick über seine Interessen
    und erste Ideen über eine mögliche berufliche Richtung. Die Ergebnisse des
    Workshops werden im Gespräch mit dem Mentor aufgenommen und besprochen.
  • Werte-
    und Zieleworkshop:
    In diesem Workshop geht es um die Werte und Ziele der
    Mentees. In spielerischen Tests werden u.a. Zitate nach Bedeutung geordnet,
    Geburtstagsreden zum eigenen 25.Geburtstag geschrieben oder ein Familienwappen
    entworfen. In allem geht es um die Frage, was der Mentee wirklich erreichen
    möchte und wofür er sich einbringen/einsetzen möchte. Zudem soll der Mentee in
    einem spielerischen Kampf mit seinem „inneren Schweinehund“ treten und
    Hindernisse beseitigen, die ihn bisher vom Erlangen gesetzter Ziele abgehalten
    haben.
  • Persönlichkeitsworkshop:
    In diesem validierten Test findet der Mentee nicht nur mehr über seinen
    Persönlichkeitstyp heraus, sondern auch welche Funktion/Aufgabe ihm in einem
    Team, einer Firma besonders liegen könnte bzw. welche Teamkonstellation.
  • Bewerbungstraining
    I
    : Im ersten Bewerbungstraining geht es um die schriftliche Bewerbung. Hier
    wird gemeinsam mit dem Mentee eine Bewerbungsmappe erstellt.
  • Bewerbungstraining
    II:
    Vorstellungsgespräch. In diesem Videoworkshop mit echten
    Personalleitern werden Vorstellungsgespräche geprobt und auftretende Fehler
    angesprochen.
  • Bewerbungstraining
    III:
    Im letzten Workshop geht es um den Bewerbungstest. Auch hier soll der
    Mentee bestens auf künftige Aufgaben vorbereitet werden.

 

PRAKTIKA

Neben diesen Workshops durchläuft jeder
Mentee noch ein Praktika:

  • Das erste Praktikum veranstalten wir in enger
    Kooperation mit den Wirtschaftsjunioren Kassel. Es ist ein 5+5-Praktikum, mit
    dem die Wirtschaftsjunioren schon gute Erfahrungen gemacht haben. Bei diesem
    Praktikum werden 5 Tage Schulzeit und 5 Tage Herbstferien (8.Klasse) investiert,
    um ein vorgegebenes Praktikum durchzuführen. Die Teilnahme für jeden Mentee ist
    Pflicht und hilft, die Berufsvorstellungen zu klären.

 

MENTORING

Zusätzlich wird der Schüler durch einen Mentor begleitet. Die Treffen finden mindestens einmal monatlich statt und haben unterstützende Wirkung. Der Mentee wird ermutigt und gefördert, aber auch
erinnert und zu neuen Schritten herausgefordert.

 

NACHHILFE

Wenn der dringende Bedarf nach Nachhilfe
besteht, versucht Jumpers e.V. entsprechende in aller Regel kostenfreie
Angebote zu ermöglichen.

 

SPRACHCAMP

Highlight ist das Sprachcamp in Nordirland, das hilft, die englische Sprache zu lernen und anzuwenden, sowie die Persönlichkeit und den Selbstwert fördert.

 

MEILENSTEINFESTE

Zusätzlich zu diesen Terminen gibt es noch
„Meilensteinfeste“, bei denen Mentoren und Mentees erreichte Streckenziele
gemeinsam feiern. Auch Eltern und Partner sind eingeladen.

 

5. Wie kann man Mentor werden?

Mentor/Mentorin wird, wer sich bei Jumpers
e.V. mit Lebenslauf bewirbt (siehe Bogen bei Mentoren-Bewerbung). Zusätzlich muss aus Schutzgründen ein erweitertes
Führungszeugnis eingeholt werden. Vor allem aber wird man Mentor/in, weil man
motiviert ist, junge Menschen zu fördern und auf ihrem Lebensweg zu
unterstützen.

 

 

6. Was muss man als Mentor machen und
beachten?

„Mentoring ist Wissen, das man
anzapft, eine Schulter zum Anlehnen und
ein Tritt in den Hintern.“ (Richard Tyre)

Als Mentor kann man eigene Erfahrungen und
Gedanken einbringen, um dem Mentee dadurch Wege zu ermöglichen oder zu
erleichtern. Dabei gibt der Mentor nicht die Lösung vor, aber hilft Lösungswege
zu finden. Zugleich ist jeder Mentor vor allem Zuhörer. Viele Teens haben kaum
noch erwachsene Menschen, die einfach mal zuhören und echte Gesprächspartner
sind. Schließlich fordert der Mentor den Mentee auch zu Entscheidungen heraus
und unterstützt ihn auf neuen Wegen.

Der Mentor ist kein Heilsbringer und
Alleskönner, sondern ein Wegbegleiter.

 

Wichtig:

  • Geduld:
    Die Mentees sind oft nicht so organisiert wie man sich das als Mentor/in
    wünscht, d.h. es kommt zu späten Terminabsagen oder es werden auch einmal
    Treffen schlichtweg vergessen. Auch das wird im Mentoringprogramm trainiert,
    aber nicht von Beginn an beherzigt.
  • Keine übersteigerten Erwartungen:                                                                                Es kann zu Enttäuschungen und auch Verletzungen führen, wenn man mit übersteigerten Erwartungen an den Mentee herangeht. Es gilt das Tempo zu entdecken, das für den Mentee passt. Man wird auch nicht ohne Weiteres aus einem Hauptschüler einen Abiturienten machen, auch wenn es tatsächlich diese Entwicklungen gibt.
  • Partnerschaft:
    „Man braucht ein ganzes Dorf, um einen Jugendlichen zu erziehen“ (afrikanisches
    Sprichwort). Als Mentor ist man nicht der Einzige, der daran Interesse hat,
    dass sich der Mentee entwickelt. Wir arbeiten deshalb in Partnerschaft mit
    Eltern, Lehrern, Firmen und Nachhilfe.
  • Nicht überschätzen:                                                                                                         Es gibt Punkte, an denen wir als Mentoren an unsere Grenzen kommen, z.B. wenn von gravierenden Familienproblemen oder seelsorgerlichen Problemen die Rede ist. Hier ist es ratsamer Jumpers e.V. zu kontaktieren, die sich um fachgerechte Beratung durch „Profis“ kümmern. Wer sich hier selbst überschätzt, gefährdet sich und den Mentee.

 

7.Wie komme ich zu einem Mentee?

Die Mentees bewerben sich für das Programm.
Es sind in aller Regel leistungsschwächere Schüler, aber mit Potenzial. Das Matching
geschieht in Kooperation von Schule und Jumpers e.V. Es werden nur
gleichgeschlechtliche Tandems gebildet und vor allem nach Interessen
zusammengestellt. 

 

8. Was mache ich im Mentoring?

Vor allem höre ich zu und stelle Fragen, die weiterführen. Auf der Basis der Workshops, der Praktika und Nachhilfeerfahrungen, sowie der schulischen Prüfungen haken wir nach und versuchen mit dem Mentee schulische, berufliche und persönliche Perspektiven zu entwickeln.

 

9. Wo finde ich Hilfe und Unterstützung?

Jederzeit bei Jumpers e.V. (E-Mail: info@jumpers-netz.de).

 

10. Kann ich auch wieder aussteigen?

Der Ausstieg ist jederzeit möglich.
Manchmal verändert man sich beruflich und die Zeit fehlt, man zieht um oder man
merkt, dass man nicht der oder die Richtige für den Mentee ist. Es reicht eine
Rückmeldung an Jumpers e.V., die sich um adäquaten Ersatz bemühen.

 

11. Werden meine Daten vertraulich behandelt?

Alle Daten werden nur für
programminterne Zwecke genutzt und von Jumpers e.V. nicht an Dritte
weitergegeben. Jumpers e.V. handelt nach den Datenschutzbestimmungen des BDSG
(Bundesdatenschutzgesetzes).

 

12. Wer finanziert MENSCH?

MENSCH ist ein Projekt von Jumpers-Jugend mit Perspektive e.V., einem gemeinnützig tätigen Verein, der vor allem spendenfinanziert ist.

 

Kontakt und Spendenkonto:

Jumpers – Jugend mit Perspektive e.V.;

Thorsten Riewesell (1.Vors.),

Mittelstraße 24, 34260 Kaufungen,

Tel.: 05605/9292055, Handy: 0173/8013750,

eMail: info@jumpers-netz.de, Web: www.jumpers-netz.de;
Spendenverbindung: EKK, BLZ 52060410, Konto 803774
(Vermerk: "MENSCH“).